Zytologie

Man unterscheidet zwischen genitaler und extragenitaler Zytologie.

Genitale Zytologie

Der Begriff genitale Zytologie umfasst Untersuchungen von Zellen aus dem weiblichen Geschlechtstrakt.

Hauptsächlich handelt es sich hierbei um die Beurteilung von „Krebsabstrichen“, die im Rahmen der gynäkologischen Krebsvorsorge entnommen werden.

Bei dieser Untersuchung wird Zellmaterial, überwiegend von FrauenärztInnen, durch Abstreichen von Zellen des äußeren Muttermundes und des Gebärmutterhalses gewonnen. Bei der konventionellen Zytologie werden die entnommenen Zellen auf einen Objektträger aufgebracht, der mit Namen und Geburtsdatum der Patientin beschriftet wird. Anschließend wird das entnommene Zellmaterial alkoholfixiert.

Auf einem Untersuchungsantrag (z.B. Überweisungsschein) werden die Daten der Patientin, die klinische Diagnose und der Name der zuweisenden Ärztin/des zuweisenden Arztes angegeben.

  Proben und Untersuchungsanträge werden üblicherweise einmal pro Woche in das Labor gebracht. Dies geschieht entweder auf dem Postweg, per Abholdienst oder durch persönliche Abgabe im Labor.

 

Extragenitale Zytologie

Der Begriff extragenitale Zytologie umfasst Untersuchungen von Zellmaterial außerhalb des weiblichen Geschlechtstraktes.

Sputum:

Für eine aussagekräftige zytologische Befundung eines Sputums ist die Abgabe einer Sputumserie ideal. Darunter versteht man die Gewinnung morgendlicher Sputa an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Besonders zu beachten ist, dass nicht Speichel, sondern Sekret aus den tieferen Atemwegen zur Untersuchung gelangt.

Zum Auffangen und Versenden des Auswurfes müssen fest verschließbare Plastikgefäße mit weiter Öffnung verwendet werden. Eine Fixierung ist nicht notwendig

Punktate: z.B. Gelenksergüsse, Zysten, etc.

Handelt es sich um Punktate sollte die gesamte gewonnen Flüssigkeit  zur zytologischen Untersuchung eingesandt werden.

Punktatflüssigkeiten können in der Regel ohne Fixierlösung etwa 24 Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, im Kühlschrank sogar 2-3 Tage.

Aspirate: z.B. Schilddrüse, Lymphknoten

Durch Aspiration gewonnenes Zellmaterial wird wie ein Blutausstrich - auf einem Objektträger aufgebracht, ausgestrichen und in 96% igem Alkohol fixiert oder ausreichend luftgetrocknet.

Die fixierten Objektträger müssen mit einem * neben Namen des/der  PatientIn am Mattrand gekennzeichnet werden.

Luftgetrocknete und fixierte Präparate werden aus diagnostischen Gründen unterschiedlich gefärbt.

Urin:

Für die zytologische Untersuchung muss Mittelstrahlharn gewonnen werden. Der Urin wird mit 50%igem Äthylalkohol im Verhältnis 1:1 gemischt, die Zellen dadurch sofort fixiert.

Harngewinnung ist auch im Labor möglich.

ACHTUNG: nach der Gewinnung unfixierten Materials muss dieses möglichst rasch in das Labor gelangen. Bei Verzögerungen kann es zu autolytischen Veränderungen der Zellen kommen, die eine exakte Diagnose erschweren oder unmöglich machen.

 

Information zum Probenversand und Befundübermittlung

ZHB - LABOR GmbH | A-4020 Linz, Hopfengasse 3 |    Tel. +43  732 78 50 73 | info@laborlinz.at | Impressum  

DMC Firewall is developed by Dean Marshall Consultancy Ltd